Ein tierfreundlicher Garten: Tipps zum Schutz von Tieren bei der Gartenarbeit
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Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Ein schöner Anlass, nicht nur unseren Haustieren Aufmerksamkeit zu schenken, sondern auch den Tieren, die regelmäßig unsere Gärten besuchen. Dazu gehören Igel, die zwischen dem Laub nach Nahrung suchen, Vögel auf Futtersuche und Insekten, die einen geschützten Platz für die kälteren Monate benötigen.
Gerade im Herbst gibt es im Garten viel zu tun. Laub entfernen, den Rasen ein letztes Mal mähen, Hecken schneiden und den Garten auf den Winter vorbereiten. Mit ein paar einfachen Anpassungen kannst du diese Arbeiten deutlich tierfreundlicher gestalten.
Hier findest du vier praktische Tipps, mit denen du bei der Gartenarbeit Rücksicht auf die Tiere in deinem Garten nehmen kannst.
Tipp 1: Entferne nicht das gesamte Herbstlaub
Im Herbst ist der Garten schnell voller Laub. Trotzdem muss nicht jedes Blatt sofort entfernt werden. Eine Laubschicht unter Sträuchern, Hecken oder im hinteren Bereich eines Beetes kann Igeln, Insekten und anderen kleinen Tieren einen geschützten Rückzugsort bieten.
Rasen, Terrasse und Gartenwege kannst du natürlich vom Laub befreien. An ruhigen Stellen darf jedoch bewusst etwas liegen bleiben. Mit einem Laubbläser kannst du das Laub gezielt dorthin befördern, anstatt es vollständig aus dem Garten zu entfernen. Verwendest du einen Laubsauger? Kontrolliere Laubhaufen vorher immer auf Tiere.
Tipp 2: Entscheide dich für einen tierfreundlichen Mähroboter
Ein Mähroboter hält den Rasen automatisch gepflegt. Beim Kauf solltest du jedoch nicht nur auf Flächenleistung und Navigation achten, sondern auch darauf, wie der Mähroboter Hindernisse erkennt.
Moderne Mähroboter können dafür unterschiedliche Technologien nutzen. LiDAR scannt die Umgebung und hilft dabei, Hindernisse rund um den Mäher zu erkennen. Ein KI-basiertes Kamerasystem nutzt Kameras und intelligente Bilderkennung, um Objekte auf dem Rasen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.
Tipp 3: Kontrolliere Hecken, Sträucher und hohes Gras vor der Arbeit
Eine dichte Hecke, ein Strauch oder ein Bereich mit hohem Gras kann für viele Tiere ein attraktiver Rückzugsort sein. Kontrolliere deshalb immer zuerst die Umgebung, bevor du Heckenschere, Motorsense oder Rasentrimmer einschaltest.
Schau zwischen die Äste und kontrolliere hohes Gras, bevor du mit der Arbeit beginnst. Entdeckst du ein Tier oder vermutest du, dass sich dort eines versteckt? Gib ihm ausreichend Platz und verschiebe die Arbeit an dieser Stelle. So verringerst du das Risiko, ein verstecktes Tier zu übersehen.
Tipp 4: Nutze Gartengeräte zur richtigen Tageszeit
Nicht nur wie du ein Gartengerät verwendest, ist wichtig, sondern auch wann. Verschiedene Tiere, darunter Igel, werden vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Tagsüber halten sie sich häufiger versteckt.
Kein Erkennungssystem kann garantieren, dass jedes Tier immer erkannt wird. Plane Arbeiten wie Mähen und Trimmen deshalb möglichst tagsüber.
Mit ein wenig Aufmerksamkeit kannst du schon viel bewirken
Ein tierfreundlicher Garten bedeutet nicht, dass du auf die Gartenpflege verzichten musst. Wenn du bewusst mit Laub umgehst, vor dem Schneiden oder Mähen die Umgebung kontrollierst und Gartengeräte zur richtigen Tageszeit einsetzt, kannst du bereits viel Rücksicht auf die Tiere nehmen, die deinen Garten besuchen.