Insektenbekämpfung
Insekten gezielt statt vorsorglich bekämpfen
Fraßspuren, eingerollte Blätter oder klebrige Triebe verlangen zuerst nach einer kurzen Diagnose: Blattläuse, Weiße Fliegen und Raupen brauchen nicht dieselbe Lösung. Prüfen Sie auch die Blattunterseiten und unterscheiden Sie Schädlinge von Nützlingen. Für Zierpflanzen, Gemüse und Obstgehölze kommen nur Mittel infrage, deren Etikett die jeweilige Kultur und den Schädling ausdrücklich nennt.
Mittel, Fallen oder Barrieren?
Gebrauchsfertige Präparate sind für einzelne Pflanzen praktisch und vermeiden Dosierfehler. Konzentrate lohnen sich eher bei vielen Beeten, benötigen aber einen sauberen Sprüher und genaues Ansetzen. Leimfallen, Lockfallen und physische Barrieren helfen beim Monitoring oder bei begrenztem Befall, ersetzen jedoch nicht immer eine gezielte Behandlung. Kontrollieren und erneuern Sie Fallen regelmäßig.
Gemüse, Bestäuber und Aufenthaltsbereiche schützen
Bei essbaren Kulturen sind Wartezeit und zugelassener Einsatzbereich entscheidend. Spritzen Sie nicht bei Wind, Regen, praller Sonne oder Bienenflug und beachten Sie Schutzzeiten für Kinder und Haustiere. Bei einem aktiven Wespen- oder Hornissennest sollte der Bereich gesichert und fachkundige Hilfe eingeschaltet werden.