Gelber Rasen: Was hilft gegen trockenes Gras?
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Ein gelber oder vertrockneter Rasen wirkt schnell ungesund. Besonders nach einer längeren Phase mit wenig Regen und hohen Temperaturen kann das Gras seine frische, grüne Farbe verlieren. Gelber Rasen bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Gras abgestorben ist. Bei einem gut entwickelten Rasen bleiben die Wurzeln häufig am Leben, sodass sich das Gras nach Regen oder mit der richtigen Pflege wieder erholen kann.
Doch was solltest du tun, wenn dein Rasen gelb wird? In diesem Blog erklären wir, wodurch die Verfärbung entstehen kann und wie du deinen Rasen bei der Regeneration unterstützt.
Warum wird der Rasen gelb?
Trockenheit ist eine häufige Ursache, aber nicht die einzige. Gelber Rasen kann unter anderem entstehen durch:
- anhaltende Trockenheit und Hitze;
- zu kurzes Mähen;
- zu wenig oder zu viel Wasser;
- einen Mangel an Nährstoffen;
- einen verdichteten Boden;
- eine dicke Moos- oder Rasenfilzschicht;
- lokale Schäden durch Haustiere;
- eine Rasenkrankheit.
Achte deshalb zunächst genau auf das Muster der Verfärbung. Ist nahezu der gesamte Rasen nach einer trockenen Periode gleichmäßig gelb geworden? Dann ist Wassermangel wahrscheinlich die Ursache. Handelt es sich dagegen um einzelne Stellen, die sich ausbreiten, obwohl der Boden feucht ist? Dann kann ein anderes Problem vorliegen, beispielsweise eine schlechte Drainage oder eine Rasenkrankheit.
1. Lieber einmal gründlich bewässern
Den Rasen täglich mit einer kleinen Menge Wasser zu bewässern, erscheint zunächst sinnvoll. Dabei wird jedoch meist nur die oberste Bodenschicht feucht. Dadurch können die Graswurzeln oberflächlich bleiben.
Bewässere den Rasen deshalb lieber seltener, dafür aber gründlich genug, damit das Wasser auch in tiefere Bodenschichten gelangt. So regst du das Gras dazu an, tiefere Wurzeln zu bilden und trockene Phasen besser zu überstehen.
Bewässere den Rasen möglichst früh am Morgen. Das Wasser kann dann in Ruhe in den Boden einziehen und es verdunstet weniger als während der heißen Mittagsstunden. Für eine gleichmäßige Wasserverteilung kannst du einen passenden Rasensprenger oder ein anderes Bewässerungssystem verwenden, das zu deinem Garten passt.
2. Kontrolliere, ob das Wasser in den Boden einzieht
Bleibt das Wasser auf dem Rasen stehen oder fließt es direkt ab? Dann kann der Boden verdichtet sein. Die Graswurzeln erhalten dadurch weniger Luft und das Wasser kann nur schwer bis in den Wurzelbereich gelangen.
Durch das Belüften des Rasens entstehen kleine Öffnungen im Boden. Wasser, Luft und Nährstoffe können dadurch besser zu den Wurzeln gelangen. Das Belüften und die Zugabe von organischem Material können außerdem die Wasseraufnahme schwerer Böden verbessern und sandigen Böden dabei helfen, Feuchtigkeit länger zu speichern.
Vertikutiere den Rasen nicht mitten in einer heißen und trockenen Periode. Warte, bis die Temperaturen niedriger sind und das Gras wieder aktiv wächst. Das Frühjahr und der frühe Herbst sind in der Regel besser geeignet, um den Rasen intensiv zu pflegen und zu regenerieren.
3. Nicht sofort zusätzlich düngen
Gelber Rasen wird häufig direkt mit einem Nährstoffmangel in Verbindung gebracht. Während großer Hitze oder starker Trockenheit ist das Düngen jedoch nicht immer sinnvoll. Das Gras kann die Nährstoffe dann nur schwer aufnehmen und wird möglicherweise zusätzlich belastet.
Warte bei einem ausgetrockneten Rasen zunächst, bis ausreichend Regen gefallen ist oder du ihn wieder regelmäßig bewässern kannst. Anschließend kannst du ein geeignetes Rasenpflegeprodukt verwenden, um Wachstum und Grünfärbung zu unterstützen. Beachte dabei immer die Anwendungshinweise auf der Verpackung.
4. Kahle und beschädigte Stellen neu einsäen
Nicht jeder gelbe Rasen muss sofort neu eingesät werden. Befindet sich das Gras lediglich vorübergehend in einer Ruhephase, kann es nach ausreichendem Regen von selbst wieder grün werden.
Sind Teile des Rasens tatsächlich abgestorben oder bleiben nach der Regeneration kahle Stellen zurück? Lockere den Boden dort vorsichtig auf und säe die beschädigten Bereiche neu ein. Wähle Rasensamen, die zu den Bedingungen in deinem Garten passen, beispielsweise für sonnige oder schattige Standorte, trockene Böden oder stark beanspruchte Flächen. Während der Keimung muss die neue Aussaat regelmäßig feucht gehalten werden.